Fachwerkbau

Neben dem Blockbau stellt der Fachwerkbau eine der ältesten Bauweisen dar. Die Fachwerkbauweise war von der Antike bis in das 19. Jahrhundert eine der vorherrschenden Bauweisen und in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach England verbreitet. Das Fachwerkhaus (schweizerdeutsch: Riegelhaus) hat ein tragendes Gerüst aus Holz bei dem die Zwischenräume meist mit einem Holz-Lehm-Verbund oder Ziegelwerk gefüllt sind.

Die Skelettkonstruktion eines Fachwerkhauses besteht aus gelenkig angeschlossenen Stäben, die nur auf Druck belastbar sind. Die Stäbe werden über Holzverbindungen wie Zapfen, die durch Holznägel gesichert werden, miteinander verbunden. Durch die Vielzahl der einzelnen Hölzer war die Herstellung eines Fachwerkhauses vergleichsweise aufwändig, was sich jedoch durch neue Abbundtechniken geändert hat. Damit ist seit einigen Jahren wieder eine kostengünstige Fertigung möglich. Vor allem im Bereich des ökologischen Bauens bietet der Fachwerkbau ausgezeichnetes Potenzial.