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Schlüsselfertiges Bauen

Holzbau
Der Begriff „Schlüsselfertiges Bauen“ bezeichnet den Zustand eines Bauvorhabens, bei dem sämtliche Gewerke zum Zeitpunkt der Endabnahme ihre Arbeit bereits vollendet haben, d.h. alle Arbeiten am Gebäude sind vollständig abgeschlossen.

Ob Ferienhaus oder Einfamilienhaus, ihr Traumhaus wartet mit allen gewünschten Ausstattungen nur noch darauf, von ihnen mit Leben gefüllt zu werden.  „Schlüsselfertiges Bauen“ ist hierbei jedoch nicht mit Fertighäusern (Ausbauhaus) zu verwechseln, bei denen der Bauherr sich mit seiner Bauplanung an einen Bauträger wendet und sämtliche Bauteile nach Baukastensystem vorgefertigt werden. Die betreffenden Immobilien werden dann auf dem Baugrundstück lediglich zusammengefügt, bevor der Innenausbau beginnt.

Der Begriff „Bezugsfertiges Bauen“ hingegen beschreibt den Zustand im Hausbau, bei dem ein wesentlicher Teil der Arbeiten abgeschlossen ist, jedoch nicht sämtliche Arbeiten. Somit kann es sein, dass beispielsweise der Außenputz, sprich die Fassade, des Gebäudes fehlt und somit auch nach Bezug des Eigenheims weitere Baukosten anfallen, was beim „Schlüsselfertigem Bauen“ nicht der Fall ist.


Holzbauweisen

Holzbau
Zu denen im Holzbau am häufigsten angewendeten Bauweisen zählen unter anderem:

» Blockbau
» Holzrahmenbau
» Holztafelbau
» Skelettbau
» Fachwerkbau

Blockbauweise:

Die Blockbauweise (Blockhaus oder Blockbohlenhaus) entspricht in ihrer Form der klassischen Holz-Massivbauweise (Massivhaus) und zählt zu den wohl ältesten Holzbauweisen. Konstruiert sind diese Häuser aus waagerechten Rundhölzern oder Holzbalken, die meist mit Nut und Feder verbunden sind. An den Ecken werden die Holzbalken fest miteinander verbunden, indem man sie mit, aber auch ohne Vorholz verschränkt, verzinkt oder verblattet. Die Außenwände werden als Vollblockwand mit Holzdicken von 20 cm und mehr oder als mehrschichtige Konstruktion z.B. mit einer Wärmedämmschicht ausgeführt. Die Innenwände bestehen aus elementierten Wandtafeln oder aus Vollholz. Blockhäuser haben aufgrund der hygroskopischen Eigenschaften des Holzes ein angenehmes Raumklima und bei entsprechenden Wanddicken bzw. zusätzlicher Wärmedämmung auch sehr gute wärmetechnische Eigenschaften. 

Holzrahmenbau:

Die Holzrahmenbauart ist ein Bausystem, bei dem die tragende Konstruktion eines Hauses  aus Holz und Plattenwerkstoffen besteht. Dabei übernehmen die Hölzer die wesentliche Tragfunktion und die Holzwerkstoffe dienen der Aussteifung des Gebäudes. Die Holzverbindungen werden durch Kontakt der Hölzer und durch Nagelung hergestellt. Der Ausbau, auch der technische Ausbau, erfolgt im Wesentlichen so wie beim Montagebau nicht tragender Wände und Deckenbekleidungen.

Die Holzrahmenbauart hat sich in Nordamerika und den skandinavischen Ländern seit vielen Jahrzehnten bewährt. Eine Übernahme der insbesondere in den USA und Kanada verbreiteten, standardisierten Bauart („timber-frame“) ist verschiedentlich versucht worden, jedoch stellte sich heraus, dass die dortigen Standards in vielen wesentlichen Punkten den hiesigen Verhältnissen nicht entsprechen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, ausgehend von dem Bauprinzip, aus den hierzulande geltenden technischen Regeln und Baugewohnheiten ein Kompendium zu erarbeiten, in dem für ausgewählte Standardkonstruktionen die erforderlichen baukonstruktiven Details und die technischen Kennwerte zusammengestellt sind. 

Holztafelbau:

Die wesentlichen Unterschiede zwischen der Holzrahmenbauart und der Holztafelbauart liegen in erster Linie in der Art der Produktion und im Bauablauf. So wird der Holzrahmenbau überwiegend handwerklich in der Zimmerei oder im Holzbaubetrieb vorgefertigt, während der Holztafelbau industriell gefertigt wird, das heißt in der Fertighausindustrie. 

Holzskelettbau:

Der Holzskelettbau ist in seiner Form und Ausführung im Wesentlichen eine Weiterentwicklung des Fachwerkbaus. Kennzeichnend für den Holzskelettbau ist in erster Linie die variable Grundrissgestaltung, die vor allem im Bereich des Hallen- und Bürobaus vielseitige Möglichkeiten bietet, da die teilweise nicht tragenden und nicht aussteifenden Innenwände nahezu beliebig angeordnet werden können.

Die Grundform des Skelettbaus besteht aus Trägern und Stützen, deren Anschlüsse in der Regel mit Verbindungen aus dem Ingenieurholzbau ausgeführt werden. Die Gebäudeaussteifung in der Stützebene erfolgt durch Wandscheiben oder kreuzartig angeordnete Diagonalen zwischen den Stützen. In horizontaler Richtung erfolgt die Aussteifung über die Deckenelemente. Aus Gründen des Wärmeschutzes und den Anforderungen an die Luftdichtheit sollte das gesamte Gebäude mit einer außenliegenden, wärmedämmenden und winddichten Fassade umschlossen sein.

Fachwerkbau:

Neben dem Blockbau stellt der Fachwerkbau eine der ältesten Bauweisen dar. Die Fachwerkbauweise war von der Antike bis in das 19. Jahrhundert eine der vorherrschenden Bauweisen und in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach England verbreitet. Das Fachwerkhaus (schweizerdeutsch: Riegelhaus) hat ein tragendes Gerüst aus Holz bei dem die Zwischenräume meist mit einem Holz-Lehm-Verbund oder Ziegelwerk gefüllt sind.

Die Skelettkonstruktion eines Fachwerkhauses besteht aus gelenkig angeschlossenen Stäben, die nur auf Druck belastbar sind. Die Stäbe werden über Holzverbindungen wie Zapfen, die durch Holznägel gesichert werden, miteinander verbunden. Durch die Vielzahl der einzelnen Hölzer war die Herstellung eines Fachwerkhauses vergleichsweise aufwändig, was sich jedoch durch neue Abbundtechniken geändert hat. Damit ist seit einigen Jahren wieder eine kostengünstige Fertigung möglich. Vor allem im Bereich des ökologischen Bauens bietet der Fachwerkbau ausgezeichnetes Potenzial.


Dächer

Holzbau
Zu den wohl gebräuchlichsten Dachformen zählen:

» Flachdach
» Pultdach
» Satteldach

Durch die richtige Wahl der Dachform ist eine optimale Anpassung an die Wünsche des Bauherren und die speziellen Randbedingungen der Bauordnung und des Baugrundstücks möglich.

Sparrendach:

Als einfachstes Dachtragwerk gilt das Sparrendach. In erster Linie zeichnet sich das Sparrendach dadurch aus, das es eine stützenfreie Überspannung des Daches ermöglicht. Hier werden die am Dach angreifenden Lasten allein von den Sparren abgetragen. Je zwei sich gegenüberliegende Sparren bilden zusammen mit der darunter liegenden Deck steife Dreiecke, das Gespärre. Wodurch die Decke allerdings hohen Zugbelastungen ausgesetzt wird. Hier empfiehlt es sich die Deckenbalken in Sparrenrichtung zu spannen. In besonderen Fällen können auch Stahlzugbänder in die Decke eingebaut werden. Die Fußlager sind mit Bolzen, Laschen, Stahlbändern und Versätzen gegen Abheben und Verschieben zu sichern. Für die Längsaussteifung empfehlen sich bei nicht ausgebauten Dächern unter den Sparren diagonal angeordnete Windrispen. Natürlich wäre auch die Ausführung des Unterdaches als Diagonalschalung wirksam. Bei ausgebauten Dächern werden längslaufende Innenwände zur Aussteifung herangezogen. Außerdem können Windverbände in die Sparreneben gelegt werden. Die Sparren können bis zu einer Länge von 4,5 m gespannt werden.

Pfettendach:

Im Unterschied zu Sparren- und Kehlbalkendach werden beim Pfettendach die Dachlasten über Außenwände, Innenwände und Pfosten abgeleitet. Dies muss bei der Grundrissgestaltung berücksichtigt werden. Das Dach kompensiert diesen Aufwand durch sein gutes und einfaches Tragverhalten. Die Sparren werden bei diesem Dach nicht mehr zusätzlich in Längsrichtung beansprucht. Die Fußpunkte sind bis auf Windanfall von Horizontalkräften befreit, so dass eine gewöhnliche Schwelle oder Fußpfette genügt. Bei fehlenden Längswänden ist die Horizontalaussteifung über Kopf- oder Fußbänder zu konstruieren. Freistehende Giebel und Gebäudeabschlusswände als Holzkonstruktion werden sehr einfach von der jeweiligen Dachkonstruktion gehalten. Das Pultdach stellt eine einfache Variante des Pfettendachstuhls dar. First, Mittel und Fußpfette übernehmen hier die selben Funktionen.

Binderdach:

Die Tragekonstruktion eines Binderdaches besteht aus Fachwerkbindern bzw. Nagelplattenbindern. Der Vorteil eines Binderdaches ist, dass sich mit ihm nahezu alle Dachformen erzeugen lassen, wie z.B. Satteldach, Flachdach und noch vieles mehr. Besonders gut geeignet sind Binderdächer als flach geneigte Dächer, bei denen ohnehin kein Ausbau des Dachraumes vorgesehen ist. Auch die geringe Transporthöhe ist von Vorteil, da so dass Dach bereits komplett vorgefertigt werden kann und auf der Baustelle schnell montiert werden kann. 

Kehlbalkendach:

Beim Kehlbalkendach erhält jeder Sparren eine horizontale Unterstützung gegen Durchbiegung. Dadurch ist eine größere Sparrenlänge möglich. Die Sparren stützen sich hier sowohl beim First als auch den Kehlbalken übereinander ab. Günstigerweise sollte der Kehlbalken auf halber Dachhöhe liegen. Beim ausgebauten Kehlbalkendach wird ¾ der Dachhöhe als günstig erachtet. Die Kehlbalkenlänge sollte das 40-Fache der Höhe nicht überschreiten. Die Längsaussteifung kann von einer über den Kehlbalken fest angebrachten Schalung übernommen werden. Ansonsten funktionieren auch die vorher angesprochenen Windrispenbänder.


Fenster

Holzbau
Je nach Bauart und Einbauort werden folgende Fensterarten unterschieden:

» Kellerfenster
» Oberlichtfenster
» Außenfenster in der Außenwand
» Innenfenster in der Innenwand
» Dachflächenfenster
» Dreh- Kipp- Fenster
» Schiebefenster
» Eck- und Erkerfenster
Holzbau
An ein Fenster werden folgende bauphysikalische Anforderungen gestellt:

» Natürliche Belichtung
» Wetterschutz
» Wärmeschutz
» Solare Wärmegewinne
» Sonnen- und Sichtschutz
» Schallschutz
» Brandschutz
» Einbruchschutz

Fenster erfüllten früher in erster Linie den Zweck, Licht und Luft in das Innere des Gebäudes zu lassen. Diese ursprünglichen Eigenschaften, haben sich jedoch mit der Weiterentwicklung der Fenster-Systeme maßgeblich geändert. Heute haben Fenster einen wesentlichen Anteil an den bauphysikalischen Eigenschaften eines Gebäudes.

Waren es ursprünglich lediglich ovale oder rechteckige Öffnungen in der Wand, die mit Häuten, Pergament oder Leinenstoff bespannt wurden, um Witterungseinflüsse zu reduzieren, so sind es heute Fenster mit transparenten Glasfüllungen, Milchglas oder Plexiglasfüllungen, die mit Hilfe neuer Entwicklungen den heutigen Standards gerecht werden.


Türen

Holzbau
Kriterien für Türen, speziell Haustüren:

» Wärmeschutz
» Schallschutz
» Gestaltung
» Sicherheit

Türen erfüllen den Zweck, Räume voneinander zu trennen und sollen dabei auch bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Kriterien für Türen sollten bereits bei der Planung eines Gebäudes mit einbezogen und auf die Anforderungen des Bauherren abgestimmt werden.


Wintergärten

Durch den Anbau eines Wintergartens erreicht man nicht nur einen Zugewinn an Wohnfläche, sondern zusätzlich auch eine Öffnung ins Freie. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt, gleichermaßen bietet Ihnen die Flexibilität eines Wintergartens ungeahnte Möglichkeiten. So kann man mit einem Wintergarten nicht nur eine angenehme Wohnatmosphäre schaffen, sondern sich zudem einen Raum gestallten, in dem im Stil des Feng Shui alles auf einender abgestimmt ist. Ob nun eine Ausführung als klassischer Terrassen-Wintergarten oder auch ein mehrgeschossiges System, den Möglichkeiten im Wintergartenbau sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Bei der Planung eines Wintergartens spielt der zusätzliche Wohnraum eine besondere Rolle. Dies bedeutet nicht nur einen Zugewinn an Wohnfläche, sondern kann auch unter Umständen zu einer Wertsteigerung des Gebäudes führen.

Dies ist jedoch nicht das einzige Kriterium bei der Planung eines Wintergartens, so müssen noch andere Parameter beachtet werden, wie z.B.:
Holzbau
» Standort des Wintergartens
» Ausrichtung nach der Himmelsrichtung
» Bauform
» Fundament
» die bauphysikalischen Eigenschaften
» Bauvorschriften