Luftdichtheit

Die Luftdichtheit (auch Luftdtichtigkeit) eines Gebäudes wird mit einem Differenzdrucktest, dem sogenannten Blower-Door-Test, bestimmt. Durch einen in die Gebäudehülle (meist Tür oder Fenster) eingelassenen Ventilator wird innerhalb des Gebäudes ein konstanter Überdruck bzw. Unterdruck von z. B. 50 Pascal erzeugt und gehalten. Die durch Undichtheiten am Gebäude ausströmende Luftmenge muss durch den Ventilator in das Gebäude hineingedrückt werden, wobei die anfallende Luftmenge dann gemessen wird. Der sogenannte n50-Wert (Einheit: 1/h) gibt an, wie oft das Innenraumvolumen pro Stunde umgesetzt wird. Richtwerte für den n50-Wert sind in Teil 7 der DIN 4108 aufgenommen worden. Die seit 2002 geltenden Energieeinsparverordnungen enthalten ebenfalls Grenzwerte. Für den Nachweis der Luftdichtheit eines Gebäudes ist die Ausführungsnorm DIN 4108-7 „Luftdichtheit von Bauteilen und Anschlüssen“ maßgebend.